Lachs essen im Kugelfisch – Dresdner Fischgeschäft Zschornak feiert 55-jähriges

Fischgeschäft Zschornak Dresden Presse Artikel

Der Dresdner Fischhändler Christian Zschornak verdient sich mit den Flossentieren nicht nur seinen Lebensunterhalt, er verspeist sie auch liebend gerne selbst. Aus diesem Grund weiß er auch am besten, was er seinen Kunden an die Theke legen muss. Der Fachmann bietet Salz- und Süßwasserfisch.

So dauert es keine 24 stunden vom eingelaufenen Fischkutter im Bremerhaven bis zur Anlieferung auf der Borsbergstraße 28. Zschornak bekommt den Kabeljau, Schellfisch, Heilbutt, Hering, die Makrelen und den Steinbutt in Styroporkisten geliefert, in denen der Frischfisch in Eiswürfeln liegt.

Anders bei den Forellen aus Dänemark und den Karpfen aus der Lausitz. Die werden dem Händler lebend geliefert. Wem das Angebot von 15 Sorten in der Fischtheke nicht reicht, für den bestellt Zschornak je nach Verfügbarkeit Wels, Zander, Hecht oder Schleie.

Seit 1950 ist das Dresdner Familienunternehmen bereits am Markt. Erst am Körnerplatz und seit 1991 auf der Borsbergstrasse. 2002 kam noch ein Ableger auf der Pfotenhauerstraße 7 dazu. Damit der Betrieb reibungslos funktioniert, beschäftigt der Unternehmer zehn Mitarbeiter. Gemeinsam kreieren sie neue Gerichte, um die auf der Borsbergstrasse integrierte Grillbar für die Fischfreunde attraktiv zu machen.

Als Sitzgelegenheit dient ein Boot in der form eines Kugelfisches. “der ideale fisch, der so wie ich etwas rund ist”, lacht der Dresdner. Komplettiert wird die maritime Einrichtung mit Schiffslampen, einem ausgedienten Kompass und Maschinentelegraphen. Wonach Zschornaks Kunden neben dem Fisch und den selbst hergestellten Salaten ebenfalls oft fragen, sind fischplatten für festliche Anlässe.

Pressestimme Elbhang Kurier 4/2010

Am 9. April 1975 feierte die Fischhandlung Zschornak am Körnerplatz 7 25-jähriges Bestehen. Der Gründer des Geschäfts, Georg Zschornak, gab in diesem Jahr die Leitung an seinen Sohn Christian weiter, der es bis 1991 am Körnerplatz führte. Eine ehemalige Verkäuferin, Roselotte Rosig (79), erinnert sich an die Zeit:

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“Das Besondere war, dass es frischen, meist lebendig angelieferten fisch gab und dem Chef immer was neues einfiel, diesen im Laden zu verkaufen. So gab es bald Roggenbutter, als einziges Geschäft in Dresden Eibauer Biere und natürlich die beliebten Salate. Ich musste dafür die vielen Salatköpfe schneiden. Freitags war aber der schlimmste Tag, da gab es Gabelbissen. Die Leute standen bis zur Grundstrasse und wehe, es reichte nicht. Und wenn dann doch mal Aal angeliefert wurde, waren es vielleicht sieben Kilo. Zwei Kilo gingen an die Belegschaft und fünf Kilo wurden portioniert, damit viele etwas abbekamen. Im Handumdrehen war der Laden voll. Eine ehemalige Kundin erzählte mir erst neulich, dass sie einmal schon im Laden war, als Aal auf die Ladentheke kam und sich so schnell eine Schlange gebildet hatte, dass sie trotzdem nichts abbekam.”

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Im April diesen Jahres kann das Fischgeschäft Zschornak wieder ein Jubiläum feiern, das 60. Jahr des Bestehens, nur jetzt auf der Borsbergstrasse 28 in Dresden-Striesen.